Sportschützen Winistorf
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Jahresbericht 2017
 

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Liebe Schützenkameradinnen, liebe Schützenkameraden


Bereits liegt der erste Monat des neuen Jahres hinter uns. Kaum ist das Jahr zu Ende, sind die meisten Ereignisse schon vergessen. Umso wichtiger ist es also, dass wir zurückschauen und uns auch mal Gedanken über das Erreichte machen.

Wir leben in einer Welt des Überflusses an Informationen, vielfach unnötigen Reizen und Hektik. Dies spüren wir auch in der Freizeit. Wir wollen immer mehr konsumieren, bessere und günstigere Angebote, wir brauchen Unterhaltung. Dabei ist immer mehr das gesellschaftliche übel einer übertriebenen ICH-Bezogenheit festzustellen. Wenn jeder nur darauf schaut, ob er von einem einzelnen Angebot persönlich profitiert (nach dem Motto «was bringt es mir») und alles ablehnt bei dem der Eigennutz nicht optimiert werden kann, werden wir zu Einzelkämpfer. Das Verfolgen von Eigennutz und Einzelinteressen führen zu einer Entfremdung in der Bevölkerung.
Darum ist es umso wichtiger, dass wir in unserem Verein mit Freude, Respekt, Freundlichkeit und Wohlwollen aufeinander zugehen. Trotz unterschiedlichen Meinungen finden wir im Gespräch fast immer einen Mittelweg, einen Kompromiss. Vielleicht kommen wir damit nur in kleinen Schritten zum Ziel, aber wir kommen weiter und das ist die Hauptsache: lösungsorientiert zu bleiben und vorwärts zu gehen. Die Alternative ist mit Bestimmtheit schlechter – bei Widerstand packt die Aufgabe niemand an. Ich finde, dies gelingt uns gar nicht schlecht, wir konnten einiges Erreichen. Unser Verein ist gesund, er lebt. Dies sehen wir auch an unserer Grösse, wir sind mittlerweile der – nach Anzahl Lizenzen gemessen – grösste 50m-Verein im Kanton Solothurn. Trotzdem wünsche ich mir, dass wir noch vermehrt aufeinander zugehen.
Aufeinander zugehen. Damit hätten wir die Ziele für das Jahr 2017 vielleicht besser erreicht. Das erste Ziel, dass sich jedes Mitglied mit einer Gruppe am Nachtschiessen beteiligt, wurde nicht erreicht. Das Ziel war hoch, aber mit dem Nachtvolksschiessen haben wir noch viel Potenzial. Also denkt daran, aufeinander zugehen und mitmachen! Dafür fällt mir auf, dass das zweite Ziel «selbstbewusste Schiesssportler» immer mehr gelebt wird. Unser Nachwuchs zeigt sehr gut wie es geht, lassen wir uns alle anstecken. Unsere neuen, modernen Vereinskleider helfen uns dabei. Das dritte Ziel, dass wir die Mannschaft zusammen schiessen, war zu schwierig. 24 Schützinnen und Schützen kommen nicht am Sonntagmorgen ins Wäldli. Da manche Mitglieder lieber am Morgen, andere am Abend schiessen, kommt es automatisch zu einer Verzettelung. Wir können uns aber noch stark bei der gegenseitigen Unterstützung verbessern!

Nun zu einzelnen Ereignissen. Wiederum im Frühling erlebte ich ein sehr lehrreiches, aber auch lustiges Trainingswochenende in Locarno. Bei angenehmen Temperaturen konnten wir gut trainieren und uns auf die Saison vorbereiten. Wir arbeiteten viel an unseren Stellungen und versuchten Sicherheit aufzubauen. Auch die Freundschaftswettkämpfe im April gaben uns eine gute Basis, um die Saison erfolgreich zu bestehen. Der Start in die Wettkämpfe gelang verhalten gut. Doch schon bald verloren wir den Faden. Die Mannschaftsmeisterschaft wurde zum Sorgenkind. Fast alle Schützinnen und Schützen zeigten schlechtere Resultate als im Vorjahr. Alle gaben sich Mühe, aber wohl zu viel und verkrampften sich. Das Endresultat ist niederschmetternd, alle Mannschaften schiessen im 2018 eine Liga tiefer. Brauchen wir dieses Jahr einen Mentaltrainer?
Gespannt war ich auf unser Nachtschiessen. Mit der einjährigen Pause – bedingt durch das Kantonalschützenfest – ergab sich eine neue Situation. Besuchen uns noch genug Schützen? Mit viel Elan arbeitete das neue OK auf ein gutes Fest hin. Dank vielen unangemeldeten Teilnehmenden wurden die Befürchtungen eines grossen Teilnehmerschwundes nicht wahr. Die Besucherzahl ist zwar kleiner als erhofft, trotzdem dürfen wir zufrieden sein. Mehr zum Nachtschiessen auf Seite 13.
Gerne schaue ich auch auf unsere Vereinsreise zurück. Ich erhoffte mir zwar mehr als 17 Teilnehmende, trotzdem waren es zwei sehr schöne Tage. Wir genossen Natur, Essen, Geschichte und das Vereinsleben. Mehr zur Vereinsreise auf Seite 15.

Auch dieses Jahr kann ich mit Stolz über unseren Nachwuchs schreiben. Nur schon ein Blick auf die nächste Seite (Ehrentafel) ist beeindruckend. Ein Erfolg folgte dem nächsten! Dies spornte auch jüngere an, wir konnten weiteren Nachwuchs gewinnen. Aber natürlich steckt enorm viel Wille, Fleiss und Training dahinter, der Zeitaufwand ist riesig. Es ist vorbildlich, mit welcher Disziplin und Motivation der Nachwuchs arbeitet. All die gewonnen Medaillen sind der Lohn dafür, bravo! Wiederum ein grosses Dankeschön an den Nachwuchs und die Eltern. Ein besonderer Dank gilt unseren J+S Leitern Ryser Fritz und Cecchini Remo!
Ein Höhepunkt war sicher der Vizeschweizermeistertitel im Liegendmatch U17 Gewehr 50m von Gyger Gina. Nochmals herzliche Gratulation zur Silbermedaille. Das grosse Engagement zahlte sich erstmals richtig aus.

Ein Blick zurück auf die Gewehr 10m Saison 16/17 zeigt, dass unser Nachwuchs die Disziplin am Leben hält. Aber Dank den paar Eliteschützen, welche die Treue halten, blieben wir auch als Verein aktiv und schafften sogar den Aufstieg mit der Mannschaft in die 2. Liga. Seit Oktober schiessen wir nun in der neuen, elektronischen Polytronicanlage. Eine gelungene Investition, welche sich bestimmt auszahlen wird. Die Anlage wird fleissig benützt.

Im vergangenen Jahr war unsere Schützenstube erneut ein voller Erfolg. Das Wirtepaar hat immer noch neue Ideen und ist kaum zu stoppen. Annemarie und Hans öffneten die Wirtschaft nicht nur für jeden Vereinsanlass, sondern standen auch für private Anlässe immer wieder im Wäldli. Sie opferten unzählige Stunden für die Schützenstube. Manche Donnerstagmenus wurden zu richtigen Highlights, nicht nur für die Schützen. Für den immensen Einsatz möchte ich mich recht herzlich bedanken.


Der Präsident: René Winistörfer


pdf Die vollständige Version mit allen Resultaten kann hier als pdf heruntergeladen werden: